Videostill (Ausschnitt) aus dem Experimentalfilm »Der Chirurg«. Foto: Hochschule RheinMain.
Ausstellung vom
23.1. bis 8.3.2026


»Art House Clips«

Experimentelles Filmemachen im Bachelorstudium Media: Conception & Production an der Hochschule RheinMain.

Eine Begleitveranstaltung zur Ausstellung »Art Remake« in einem sparaten Ausstellungsraum.
Öffnungszeiten:
Di + Do 10-15 Uhr, M i+ Fr 17-20 Uhr,
Sa 14-19 Uhr, So + feiertags 11-19 Uhr.


Als Eintritt bitten wir um einen angemessenen Beitrag nach Ihren Möglichkeiten in unsere Spendenbox an der Bar im Gebäude.



Anfahrt: Ein Parken auf dem Gelände der Walkmühle mit dem PKW ist nicht möglich. Es gibt keine öffentlichen Parkplätze. Bitte nutzen Sie aus diesem und weiteren guten Gründen nach Möglichkeit Ihre Füße,das Fahrrad oder den öffentlichen Nahverkehr: Buslinie 3 (Haltestelle Walkmühle) oder Buslinie 6 (Haltestelle Nordfriedhof).Bitte nutzen Sie den oberen Zugang zur Walkmühle.
Einfahrtmöglichkeiten für Menschen mit körperlichen Beeinträchtigungen auf Anfrage: Bitte senden Sie uns dafür vorab eine E-Mail an mail@walkmuehle.net.




Unser aktuelles Veranstaltungsprogramm finden Sie hier als PDF zum Download:






Im Rahmen der gestalterischen Lehre des Studiengangs Media: Conception & Production entwickeln Studierende unter der Leitung von Prof. Claudia Aymar, LfbA Elena Rosche und LB. Marie Kremski an der Hochschule RheinMain in Wiesbaden filmische Kurzformate, die sich durch radikale Reduktion, präzise Komposition und konzeptuelle Tiefe auszeichnen. Die hier präsentierte Auswahl an Art House Clips entstand im Sommersemester 2025 und im Wintersemester 2025/2026.

Die Aufgabe Art House Clip ist als kuratorisch-praktisches Experiment angelegt: Ein Videoformat von 90 Sekunden, das nicht der Erzählung, sondern der Erfahrung verpflichtet ist. Bild, Klang, Rhythmus und Atmosphäre bilden dabei die zentralen Gestaltungsmittel – nicht im Dienst eines Plots, sondern als eigenständige, assoziativ-logische Denkbewegung. Die Ergebnisse orientieren sich nicht am Tempo sozialer Medien oder konventioneller Werbeformate, sondern an filmischen Setzungen, die Raum lassen: für Reflexion, Irritation und ästhetische Tiefe.

Die Studierenden durchlaufen einen strukturierten, vierphasigen Arbeitsprozess: Konzeptentwicklung, visuelle Ausarbeitung, Produktion und Postproduktion. Ausgangspunkt ist ein inhaltlicher Impuls – Themen wie Erinnerung, Urbanität, Diversität, Körperlichkeit oder digitale Entfremdung werden mit filmischen oder bildkünstlerischen Referenzen verknüpft.
In der Umsetzung kommen fragmentarische Montagen, lange Einstellungen, analoges Bildmaterial, performative Sequenzen oder Licht als eigenständige Ausdrucksform zum Einsatz. Die Postproduktion fungiert dabei nicht als bloßer technischer Abschluss, sondern als letzte kompositorische Instanz, in der Schnittrhythmus, Sounddesign und Farbklima zum eigentlichen Narrativ verschmelzen.
Von oben nach unten: Videostills (Ausschnitte) aus den Filmen »Alva« und »Connessione«. Fotos: Hochschule RheinMain
Didaktisch verknüpft die Aufgabe theoretische Fundierung mit experimenteller Praxis. Konzepte wie Montage, Blickregime, kulturelle Codierung oder mediale Präsenz werden analysiert und in gestalterische Entscheidungen rückübersetzt. Interdisziplinarität spielt eine wichtige Rolle – Impulse aus Musik, Performance oder bildender Kunst fließen ein und erweitern das filmische Vokabular. Die Clips verstehen sich nicht als Miniaturen eines großen Ganzen, sondern als autonome, verdichtete Werke mit eigenem Rhythmus, eigener Haltung – mal kontemplativ, mal verstörend, mal poetisch.

Die Beurteilung erfolgt nicht entlang klassischer Plotstruktur, sondern orientiert sich an der Klarheit des konzeptuellen Gedankens, der Kohärenz von Form und Inhalt sowie der handwerklichen und kompositorischen Sorgfalt. Die Studierenden lernen, visuelle Mittel bewusst zu wählen, gestalterische Entscheidungen zu begründen und sich im offenen Peer-Feedback weiterzuentwickeln.

Mit den Art House Clips entsteht ein Raum für filmische Stimmen, die sich nicht einem Markt oder Format unterordnen, sondern Bilder und Klänge schaffen, die nachhallen – als autonome filmische Essays, als Atmosphären des Denkens.
Weiterführende Links:

–> Ausstellung »Art Remake«

Webseiten des Bachelor-Studiengngs Media: Conception & Production:
–> www.hs-rm.de/mcp-ba
–> www.instagram.com/media.conception.production
–> www.youtube.com/mediaconceptionproduction




Eine Veranstaltung in Kooperation mit der Hochschule RheinMain Wiesbaden und mit Unterstützung des Kulturamtes der Landeshauptstadt Wiesbaden
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