Links: Emilia Rodriguez-Feck: Neuinterpretation der »Dame mit dem Hermelin« von Leonardo da Vinci (rechts).
Copyright: Links: Emila Rodriguez Feck. Rechts: Creative Commons License.
Ausstellung vom
23.1. bis 8.3.2026


Vernissage:
Freitag, 23. Januar um 18 Uhr
»Art Remake«

Visuelle Re-Interpretationen klassischer Bildwelten.

Eine Ausstellung in Kooperation mit dem Studiengang Media: Conception & Production der Hochschule RheinMain in Wiesbaden.
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In der Lehrveranstaltung Conceptual Film Design realisieren Studierende der Hochschule RheinMain im Studiengang Media: Conception & Production unter der Leitung von Prof. Claudia Aymar und LfbA Elena Rosche künstlerische Arbeiten, die sich mit der visuellen und inhaltlichen Transformation klassischer Kunstwerke auseinandersetzen. Die in der Walkmühle präsentierte Auswahl an Art Remakes stammt aus dem Sommersemester 2025 sowie dem Wintersemester 2025/2026.

Das Art Remake ist eine experimentelle Hands-On Aufgabe, die Analyse, Interpretation und kreative Umsetzung auf anspruchsvolle Weise miteinander verbindet. Dabei setzen sich die Studierenden unter der Frage Was erzählt dieses Bild? intensiv mit einem bestehenden Kunstwerk auseinander – sei es ein Gemälde, eine Skulptur oder eine historische Fotografie. Neben formalen Aspekten wie Komposition, Lichtführung, Farbklima oder Materialität wird die Bildsprache des Originals auf ikonografische, gesellschaftliche und historische Kontexte hin untersucht.

Aus der fundierten Analyse heraus entwickeln die Studierenden im nächsten Schritt ein eigenes visuelles Konzept – das Art Remake. Zwei Herangehensweisen stehen dabei im Mittelpunkt: Die eine verfolgt eine möglichst originalgetreue Rekonstruktion, bei der es darum geht, Gestik, Lichtstimmung und Komposition mit zeitgenössischen Mitteln nachzustellen. Die andere Strategie ist die freie, oft konzeptuelle Interpretation, bei der narrative und symbolische Ebenen des Ausgangswerks in heutige Kontexte übertragen werden. So entstehen Remakes, die aktuelle Themen wie soziale Gerechtigkeit, digitale Kultur, Identität oder Körperpolitik verhandeln – eingebettet in eine visuelle Sprache, die das historische Original gleichzeitig würdigt und herausfordert.
Öffnungszeiten:
Di + Do 10-15 Uhr, M i+ Fr 17-20 Uhr,
Sa 14-19 Uhr, So + feiertags 11-19 Uhr.


Als Eintritt bitten wir um einen angemessenen Beitrag nach Ihren Möglichkeiten in unsere Spendenbox an der Bar im Gebäude.


Einladungskarte als PDF zum Download:





Anfahrt: Ein Parken auf dem Gelände der Walkmühle mit dem PKW ist nicht möglich. Es gibt keine öffentlichen Parkplätze. Bitte nutzen Sie aus diesem und weiteren guten Gründen nach Möglichkeit Ihre Füße,das Fahrrad oder den öffentlichen Nahverkehr: Buslinie 3 (Haltestelle Walkmühle) oder Buslinie 6 (Haltestelle Nordfriedhof).Bitte nutzen Sie den oberen Zugang zur Walkmühle.
Einfahrtmöglichkeiten für Menschen mit körperlichen Beeinträchtigungen auf Anfrage: Bitte senden Sie uns dafür vorab eine E-Mail an mail@walkmuehle.net.




Unser aktuelles Veranstaltungsprogramm finden Sie hier als PDF zum Download:






Links: Clara Berger: Neuinterpretation von Stephan Balkenhols »König auf Stuhl«.© Clara Berger.
Rechts: Steven Schneider: Neuinterpretation des Portraits »Ferdinand Wilhelm Neess« von Wilhelm Schmurr. © Steven Schneider.
Im Sommersemester 2025 wurde die Aufgabe erstmals erweitert: Neben den fotografischen Inszenierungen entwickelten die Studierenden kurze, bewegte Adaptionen ihrer Art Remakes – sogenannte Art Remake Clips. Diese kleinen Animationen greifen zentrale Elemente der fotografierten Szenen auf – Bewegungen, Lichtwechsel oder symbolhafte Details – und transformieren sie filmisch. Die Art Remake Clips erlauben eine neue Form der Interpretation, bei der statische Kompositionen durch Bewegung und Zeit erweitert werden.

Didaktisch verbindet das Projekt kunsthistorische Recherche, gestalterische Präzision und kreative Transformation. Die Studierenden lernen, komplexe Bildsysteme zu entschlüsseln, visuelle Konzepte zu entwickeln und diese technisch präzise umzusetzen – sei es durch aufwändige Lichtsetzung, Setdesign, fotografische Inszenierung oder digitale Postproduktion. Gleichzeitig fördert die Aufgabe ein kritisches Verständnis von Repräsentation und öffnet Räume für subversive, humorvolle oder poetische Neuformulierungen bekannter Bildikonen.

Die in der Ausstellung gezeigten Arbeiten stehen exemplarisch für die Vielfalt an ästhetischen Zugängen, die innerhalb des Projekts möglich sind. Der Studiengang versteht die Art Remakes als ein kollektives visuelles Nachdenken über kulturelle Referenzsysteme, über das Sehen und Gesehenwerden – und darüber, wie künstlerische Positionen neue Bedeutungen erzeugen können, wenn sie mit der Vergangenheit in den Dialog treten.
Begleitveranstaltungen mit Themenbezug während der Ausstellung »Art Remake«:

23.1. bis 8.3.:
Begleitende Ausstellung »Art House Clips«. Mehr Informationen –>HIER

23.1. bis 8.3.:
Begleitende Ausstellung »Diversität in Film und Journalismus«. Mehr Informationen –>HIER

Mi 4.2., 20 Uhr:
»Diversität in Film und Journalismus«. Ein Salon-Abend mit Kurzfilmen der Studierenden der Filmstudiengänge an der Hochschule RheinMain zum Thema Diversität.
Unser 127. »Salon am ersten Mittwoch«. –> Mehr Informationen
–>HIER

Mi 4.3., 20 Uhr:
Ausstellungsrundgang mit den Studierenden, anschließend Gespräch über die »Art Remakes« und über die Arbeit in den Filmstudiengängen an der Hochschule RheinMain
Unser 128. »Salon am ersten Mittwoch«. Mehr Informationen
–>HIER




Weiterführende Links:

Webseiten des Bachelor-Studiengngs Media: Conception & Production:
–> www.hs-rm.de/mcp-ba
–> www.instagram.com/media.conception.production
–> www.youtube.com/mediaconceptionproduction




Eine Veranstaltung in Kooperation mit der Hochschule RheinMain Wiesbaden und mit Unterstützung des Kulturamtes der Landeshauptstadt Wiesbaden
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