
| Hackfleischfoto: Thanks to Pixabay / Alexas_Fotos | ||||||
| Mittwoch, 7.10. 2026 Beginn 20 Uhr |
»Wann hat Sie beim Essen zuletzt ein Tier angesehen?« Vortrag von Onno Faller über das zunehmende Unsichtbarwerden der Tiere auf unseren Tellern.. Eine Begleitveranstaltung zur Ausstellung »Urbs animalis« Unser 133. »Salon am ersten Mittwoch«. |
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Als Eintritt bitten wir um einen angemessenen Beitrag nach Ihren Möglichkeiten in unsere Spendenbox an der Bar im Gebäude.
Anfahrt: Ein Parken auf dem Gelände der Walkmühle mit dem PKW ist nicht möglich. Es gibt keine öffentlichen Parkplätze. Bitte nutzen Sie aus diesem und weiteren guten Gründen nach Möglichkeit Ihre Füße,das Fahrrad oder den öffentlichen Nahverkehr: Buslinie 3 (Haltestelle Walkmühle) oder Buslinie 6 (Haltestelle Nordfriedhof).Bitte nutzen Sie den oberen Zugang zur Walkmühle. Einfahrtmöglichkeiten für Menschen mit körperlichen Beeinträchtigungen auf Anfrage: Bitte senden Sie uns dafür vorab eine E-Mail an mail@walkmuehle.net. Unser aktuelles Veranstaltungsprogramm finden Sie hier als PDF zum Download: |
Zwei Augen. Ein Kopf. Ein Körper. Etwas, das unmissverständlich zeigt: Hier liegt ein Tier.
Heute begegnet uns das kaum noch. Das Schwein verschwindet im Schnitzel, das Huhn im Nugget, der Fisch im Filet. Je perfekter unsere Messer, Herde, Maschinen und Fabriken wurden, desto gründlicher verschwand das Tier vom Teller obwohl wir mehr Tiere essen als je zuvor. Über Jahrtausende war das anders. Das Tier wurde als Ganzes serviert. Sein Körper erzählte von Herkunft, Jagd, Schlachtung und handwerklichem Können. Knochen, Füße, Innereien und Kopf waren keine peinlichen Überreste, sondern selbstverständlicher Teil der Mahlzeit. Doch was verrät diese Entwicklung über uns? Warum wollten frühere Generationen das Tier erkennen, während wir alles daransetzen, es unsichtbar zu machen? Die Geschichte des Kochens ist auch eine Geschichte des Verschwindens. Nicht des Tieres sondern seiner Sichtbarkeit. Onno Faller, geboren 1965 in Karlsruhe. Ausbildung zur Holzbildhauerin in Michelstadt (1986 - 1989), Studium von »Film und Kochen als Kunstgattung«, Hochschule für Bildende Künste Städelschule Frankfurt (1989 1995), 1997 Meisterschülerin; Lehrbeauftragte an der Hochschule für Bildende Künste Städelschule, Frankfurt. Leiterin der Kochwerkstatt der Städelschule (1999 2002); Lehraufträge an der FH Mainz (2001), Hochschule für Gestaltung und Kunst Zürich (2003), Jan van Eyk Akademie Maastricht (2003/2004); Hochschule der Künste Bern (2009 bis heute), Hochschule für Angewandte Wissenschaften Zürich (2011- 2024); 2002 Gründung der Kochwerkstatt, Gesellschaft für Kochen als Kunstgattung mit Dorothee Becker. 1998 -2016 tätig als freie Ausstellungskuratorin (u.a. Bioversum Kranichstein, TIZ, Agrarkulturachse, Feldhamsterinfozentrum, Ausstellungen zum Aufessen in Luxemburg, Darmstadt, Zürich, Bern, Basel ) und seit 2016 Geschäftsführerin der Stiftung Hessischer Jägerhof und Leiterin des Bioversum und Museum Jagdschloss Kranichstein. |
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| Link zur Hauptausstellung: > Ausstellung »urbs animalis Die Stadt als Lebensraum von Tier und Mensch«
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